Mo Asumang besucht das berufliche Schulzentrum Amberg

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Beeindruckende Dokumentation „Die Arier“

Mo Asumang am Beruflichen Schulzentrum Amberg

Am 21.07.2017 besuchte die Regisseurin, Autorin, Schriftstellerin und Moderatorin Mo Asumang das Berufliche Schulzentrum Amberg. Mit im Gepäck hatte sie ihren Film „Die Arier“, welchen Sie in einer komprimierten „Schulfassung“ vorstellte und anschließend mit den Schülern des Beruflichen Schulzentrums Amberg diskutierte.

Die Dokumentation geht der Frage nach, wer oder was die Arier überhaupt sind. Schnell wird klar, dass die von den Nationalsozialisten vertretene Sichtweise des blonden und blauäugigen Herrenmenschen an der Realität vorbeigeht. Mo Asumang hat sich während der Dreharbeiten mit den echten Ariern getroffen – im Iran, dem ursprünglichen Siedlungsgebiet der Arier. Im Lauf der Dokumentation finden mehrere Treffen mit Rassisten statt. Der Weg, mit Rassisten das Gespräch zu suchen statt von Anfang an zu stigmatisieren führte zu teilweise unerwarteten Reaktionen – beispielsweise das Gespräch mit einem Mitglied des Klu-Klux-Klan, der im Gespräch mit Mo Asumang argumentativ an die Grenze seines Weltbilds kam. Deutlich wurde aber auch, dass die abgeschlossenen Denk- und  Lebenswelten von Rassisten eine Auseinandersetzung mit der Realität kaum zulässt und, so zeigte das Beispiel eines Aussteigers aus der rechten Szene, dass das Verlassen der Szene Kraft kostet und ohne Unterstützung von außen kaum möglich ist.

Im Zuge der Diskussion lies Mo Asumang neben den Inhalten des Films und des zugehörigen Buchs weitere private Erlebnisse mit einfließen. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von der Erzählung Mo Asumangs über einen „Flirtversuch mit einem Neonazi“, der nach circa 30 Minuten erste Erfolge zeigte und dann sofort durch Demonstrationsteilnehmer aktiv unterbunden wurde.

Im Lauf der Diskussion wurden auch von Schülerseite Beispiele eines täglichen Rassismus eingebracht – von vermehrten Personenkontrollen durch die Polizei über die Erkenntnis, dass es kaum farbige Lehrer oder Polizisten gibt. Weitergehende Informationen, die Langfassung des Films sowie das Buch „Die Arier“ können bei der Bundeszentrale für politische Bildung unter http://www.bpb.de/ bezogen werden.